Dritte Welle in Österreich angekommen

Die Fallzahlen stiegen zuletzt wieder bedrohlich an, Mediziner zeigen sich besorgt über die steigende Auslastung der Intensivstationen. Experten bescheinigen – wir befinden uns in der dritten Coronawelle. Die laut neuen Studien als gefährlicher geltende britische Virusmutante B.1.1.7 machte jüngst bundesweit bereits drei Viertel der Neuinfektionen aus. Um die Coronapandemie einzudämmen, setzt Österreich weiterhin auf die rasche Erfüllung des Impfplans und engmaschiges Testen.


Trotz vielfältiger Maßnahmen ist auch ein Jahr nach dem ersten Lockdown kein Ende der Covid-19-Pandemie in Sicht. Anlass zur Sorge machten in jüngster Vergangenheit nicht nur Lieferengpässe bei den Impfstoffen, sondern auch die Aussetzung des Astra-Zeneca-Vakzins in einigen europäischen Ländern.


Zum 16.03.21 wurden in Deutschland bereits 1,6 Millionen Dosen geimpft und es traten sieben Fälle von Sinusvenenthrombosen auf. Obwohl in Großbritannien bereits über 9,5 Millionen Personen geimpft wurden, traten dort nur drei bis vier Fälle von Sinusvenenthrombosen auf. Es könnte sich um ein statistisches Problem handeln.


Denn in Großbritannien wurden von Anfang an ältere Menschen mit Astra Zeneca geimpft, während es in Deutschland zunächst keine Empfehlung für über 65-Jährige gab. Zudem befindet sich unter den im Impfplan vorne Gereihten das medizinische Personal, darunter verhältnismäßig viele Frauen. Bei Frauen im mittleren Alter treten Thrombosen häufiger auf


Ein direkter Zusammenhang zwischen Impfung und der seltenen Erkrankung konnte bisher nicht hergestellt werden. Nach Einschätzung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA und des Nationalen Impfgremiums in Österreich ist der Corona-Impfstoff sicher und gelangt deshalb in Österreich weiter zum Einsatz. Die vereinzelten Fälle von Blutgerinnungsstörungen werden weiter untersucht. Experten warnen vor Kollateralschäden, sollte die Durchimpfung der Bevölkerung weiter verzögert werden. Die Vorteile würden die Nachteile überwiegen.


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Britische Mutation B.1.1.7 auf dem Vormarsch


In der dritten Welle der Coronapandemie herrscht mittlerweile auch in Österreich die britische Mutation des Virus vor. Die Variante steht im Verdacht, ansteckender zu sein und zu einer größeren Auslastung der Intensivstationen zu führen. Auch in anderen europäischen Ländern geht die Mehrheit der Infektionen auf B.1.1.7 zurück.


In England wurde in drei Studien untersucht, ob das relative Sterberisiko bei einer Infektion mit der Virusmutante im Vergleich zum Ursprungsvirus erhöht ist. Tatsächlich kommen alle drei Studien zu einem ähnlichen Ergebnis, in einer war das relative Risiko, innerhalb von vier Wochen nach einem positiven PCR-Test an Covid-19 zu versterben im Vergleich zum Ursprungsvirus um 67 Prozent erhöht und auch die beiden anderen Studien zeigen eine Erhöhung des Sterberisikos um knapp über 60 Prozent.


Während vereinfacht dargelegt, bei Patienten unter 69 Jahren das absolute Sterberisiko nur unwesentlich steigt, wird es für über 85-Jährige deutlich wahrscheinlicher, die Infektion mit der britischen Virusmutante nicht zu überleben.

Ergänzend gibt es auch Hinweise darauf, dass sich ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen leichter mit dem Virus infizieren. Eine besondere Rolle spielen hier die Altersheime, wo sich naturgemäß viele betagte Personen aufhalten und diese in einigen Fällen aufgrund einer schlechteren Immunelimination das Virus länger als gewöhnlich ausscheiden. Dieser Umstand führt unter anderem immer wieder zu Coronaclustern in den Seniorenheimen.


Nicht in den nationalen Impfplan passt daher der Lieferengpass von Astra Zeneca. Die Europäische Union sollte ursprünglich geplant 220 Millionen Dosen bis zum Ende des zweiten Quartals erhalten, doch nun sollen lediglich 100 Millionen geliefert werden.


Dafür könnte die Zulassung des Johnson & Johnson Impfstoffes namens Janssen COVID-19 Vaccine zu einer Entlastung der Situation führen. Großer Vorteil des Vakzins: Der vollständige Impfschutz ist bereits mit einer einzigen Impfung gegeben. Österreich hat 2,5 Millionen Dosen geordert, nun heißt es warten auf die Auslieferung.



Antigen- und PCR-Tests werden ausgeweitet


Im Laufe der Pandemie wurde neben Lockdowns, Kontaktbeschränkungen und dem Tragen von FFP2-Masken zunehmend auf engmaschiges Testen gesetzt. Für bestimmte Berufsgruppen sind regelmäßige Testungen auf SARS-CoV-2 schon länger Realität. Seit der Wiederöffnung der Schulen Anfang Februar ist die Teilnahme am Unterricht nur mit negativem Selbsttest möglich. Zwei Mal pro Woche führen seitdem die Schülerinnen und Schüler Antigen-Selbsttests durch. Diese Nasenbohrtests sind seit 1. März auch kostenlos in den Apotheken erhältlich, gelten jedoch nicht als Eintrittstests für körpernahe Dienstleistungen.


Im Osten Österreichs sind von 1. April bis 2. Mai zwei Testungen pro Woche in Betrieben verpflichtend, wenn es keine Möglichkeit zum Homeoffice gibt. Für die Zeit nach dem Lockdown in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland war ursprünglich ein Reintesten in den Handel geplant, so wie es bisher schon für die Inanspruchnahme von körpernahen Dienstleistungen nötig war. Dieses Vorhaben wurde nun doch nicht in die finale Verordnung aufgenommen. Wann der Schulbetrieb wieder den Präsenzunterricht aufnimmt, ist momentan noch unklar.


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Antigen-Schnelltest – gültig als Eintrittstest für körpernahe Dienstleitungen, Ergebnis in 10 Minuten, Gruppentestungen ab 10 Personen


PCR-Test (RT-LAMP-Test) – gültig als Nachweis für Flugreisen, Ergebnis je nach Standort in rekordverdächtigen 90 Minuten bis spätestens 7 Stunden


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